Wir für den Menschen

Sonnenblumen zum Altenpflegeabschluss

Erding I 26.07.2019

Die Gesichter strahlten mit den Sonnenblumen um die Wette. Ganz besonders war den drei Absolventen Assunta Rattenhuber, Helga Jung und Daniel Zerbin die Freude ins Gesicht geschrieben, da sie zusätzlich zu ihren Urkunden den Staatspreis überreicht bekamen. Saskia Weber und Dr. Josefine Arnold, die sich die Klassenleitung teilten, gratulierten und wünschten den Berufsanfänger „viel Geduld und noch mehr Empathie für die Herausforderung Altenpflege, deren gesellschaftlicher Status durchaus ausbaufähig sei". Vize-Landrat Jakob Schwimmer forderte folgerichtig einen Anstieg der gesellschaftlichen Bedeutung des Berufes und wies dabei auf den demografischen Wandel hin: „Der Bedarf an Fachkräften steigt, unsere Eltern werden möglicherweise auch zu Pflegefällen. So treffe der Pflegenotstand jeden."

Edith Dürr, Vorsitzende der Schwesternschaft München vom BRK e.V., schloss sich dem Lob an: „Drei Staatspreisträger sprechen für sich, aber auch die anderen Absolventen können stolz auf ihre Leistung sein." Sie betonte weiter, dass sich Altenpflege von der Krankenpflege unterscheide. Beratung, Betreuung und Begleitung stünden im Vordergrund. „Altenpflege ist immer ein Spagat zwischen Hilfeleistung und dem Erkennen und Fördern von Ressourcen im letzten Lebensabschnitt der Menschen." Sie bedankte sich bei Vize-Landrat Schwimmer und Oberbürgermeister Max Gotz für die Wertschätzung, die sie der Schule auch durch ihre heutige Anwesenheit entgegen bringen.

Das Schulteam unter Leitung von Michael Nauen appellierte an die Absolventen, stolz auf die Ausbildung und den Beruf zu sein. „Altenpflege ist eine körperliche, psychische und geistige, aber auch spirituelle Aufgabe. Übt diesen anspruchsvollen Beruf selbstbewusst aus!".

Staatspreisträger Daniel Zerbin hob in seiner Eigenschaft als Klassensprecher die angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre hervor und bedankte sich beim gesamten Schulteam. Ebenso bereichernd seien die Bekanntschaften und Freundschaften, die sich während der Schulausbildung entwickelt haben. In einem sehr schön gestalteten Video ließ er die dreijährige Schulzeit Revue passieren.

Angefangen vom Erdinger Oberbürgermeister bis hin zu den angehenden Altenpflegerinnen und Altenpflegern waren sich alle Anwesenden einig über die hervorragende Qualität der Ausbildung, die weit über den Landkreis Erding bekannt ist. Auch die neuen Räumlichkeiten mit ihren aktuellen Medien und modernen Simulationsräume im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG) tragen ihren Teil dazu bei. Einer Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Kommune, Landkreis und der Schwesternschaft München als Träger der Berufsfachschule stehe nichts im Wege. „Das wird sich auch mit der Umsetzung des Pflegeberufegesetzes ab 2020 und der neuen generalistischen Pflegeausbildung nicht ändern", so Schulleiter Nauen mit Blick in die Zukunft.